Herzlich willkommen!

Das „Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung“ ist ein Institut der Fakultät für Sozialwissenschaft, das offen ist für die Mitarbeit aller Disziplinen.

Frühe Bildung im WDR Quarks Daily Podcast

Am ZEFIR wird seit vielen Jahren zu sozialen Ungleichheiten in der Bildungsteilhabe und Bildungssegregation geforscht. Für den Quarks Daily Podcast haben Nora Jehles (TH Köln, Promovendin am ZEFIR) und Katharina Knüttel (ZEFIR) mit der Journalistin Hannah Rau über Ungleichheiten in der frühkindlichen Bildungsteilhabe in Kitas und ihre Auswirkungen gesprochen.

Den kompletten Beitrag finden Sie hier (ab Minute 13.43).


Der Scientific Use File (SUF) des ZEFIR (Hrsg. 2022)

Ab dem 02.05.2022 stellt das ZEFIR WissenschaftlerInnen und Studierenden sozialwissenschaftlicher und ähnlicher Fachrichtungen zum Zweck der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung, Forschung sowie für die Lehre eine Vielzahl einschlägiger Indikatoren als Scientific Use File (SUF, Hrsg. 2022) zur Verfügung. Der Datensatz umfasst die Jahrgänge 2006 bis 2020. Es handelt sich um solche Indikatoren, die das ZEFIR im Wegweiser Kommune im Auftrag der Bertelsmann Stiftung regelmäßig aktualisiert.
Registrierung, Zugang und weitere Information zu den Nutzungsbedingungen für den Scientific Use File finden Sie hier.


Der Wegweiser Kommune 2020 ist online – mit neuen Indikatoren und Funktionen!

Die Bertelsmann Stiftung hat den neuen Wegweiser Kommune online gestellt. In den Jahrgängen2006 bis 2020 sind die schon bekannten Indikatoren verfügbar. Abgebildet werden die Länder, kreisfreien Städte, Kreise und Gemeinden Deutschlands einer Größe von 5.000 Einwohnern und mehr auf dem Gebietsstand 01.01.2021.

Was ist außerdem neu?
Zusätzlich wurde das Informationssystem von uns um einige Indikatoren ergänzt:

  • Zehn funktionalen Altersgruppen (0 – 2 Jahre, 3 – 5 Jahre, 6 – 9 Jahre, 10 – 15 Jahre, 16 – 18 Jahre, 19 – 24 Jahre, 25 – 44 Jahre, 45 – 64 Jahre, 65 – 79 Jahre sowie über 80 Jahre) wurden als absolute Bevölkerungswerte (insgesamt und nach Geschlecht) zusammen mit deren Anteilen und deren Entwicklung seit 2011 eingearbeitet. Diese Altersgruppen sind hinsichtlich der Analyse und Planungen von Betreuungseinrichtungen, für die Abschätzung potenzieller Schülerzahlen, des Erwerbspersonenpotenzial aber auch über die Entwicklung der älteren Bevölkerungsschichten aussagekräftig.
  • Darüber hinaus sind die Inhalte um drei Indikatoren zum Thema Unterbeschäftigung (insgesamt und nach Geschlecht) ausgeweitet worden.
  • Außerdem wurde die Verwendung des Amtlichen Regionalschlüssels (ARS) neben der Gemeindekennziffer (GKZ) eingeführt.

Neue Filterfunktionen
Die abrufbaren Daten können nach spezifischen Gemeinden, aber auch nach Verwaltungstypen, Bundesländern Landkreisen und nach Größenklassen gefiltert bzw. heruntergeladen (CSV, XSLX, PDF, JSON) werden.


Scientific Workshop with George Galster: "Making Neighborhoods — Being Made by Neighborhoods"

Research shows that neighborhoods and neighbors are important for our everyday life. Infrastructure, but also social relations, are concentrated in hose small-scale spatial units, which have an impact on the life chances of its residents. However, neighborhood relations are also important to overcome crises, like the Covid-19 pandemic, or to reach a more sustainable lifestyle. !ose relations and further topics will be discussed at the scientific workshop "Making Neighborhoods — Being Made by Neighborhoods"


"Nachhaltige Mobilität im Quartier"

Wie kann nachhaltige Mobilität im Quartier gestaltet werden? Darum ging es beim #DBUdigital Online-Forum „Nachhaltige Mobilität im Quartier“ am 23. Februar 2022. Anne Graf und Prof. Dr. Sören Petermann vom ZEFIR stellten Ergebnisse der Befragung „Mobilität in Bochum 2020“ vor. Anschließend wurden die Ergebnisse und andere Gestaltungsmöglichkeiten umweltverträglicher Mobilität im Quartier mit Anne Klein-Hitpaß (Difu), Doris Bäumer (Zukunftsnetz Mobilität NRW), Mechtild Stiewe (Stadt Bochum) und Dr. Tobias Terpoorten (Teilnehmer der Befragung) diskutiert. Die Expertinnen und Experten sind sich einig, dass die Mobilitätswende nur gelingen kann, wenn Privilegien des Autos abgebaut werden. Insgesamt ist das Interesse der Bevölkerung am Thema Verkehr und Mobilität zur Zeit sehr groß. Viele sind genervt von Staus, zugeparkten Quartieren und nicht zuletzt steigenden Spritpreisen. Dies bietet ein gutes Gelegenheitsfenster für Veränderungen.

Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und kann hier nachgeschaut werden.

Der Abschlussbericht ist als ZEFIR-Materialien Band 20 erschienen und kann "hier" heruntergeladen werden.

Bild: © Prof. Sören Petermann


ZEFIR-Beteiligung am Sozialbericht der Stadt Bochum 2021

Das Dezernat für Soziales, Jugend und Gesundheit der Stadt Bochum hat bereits zum achten Mal den Sozialbericht präsentiert. Der Sozialbericht zeichnet auf über 300 Seiten ein Gesamtbild der Lebensverhältnisse in der Stadt Bochum und deren sozialräumlicher Differenzierung. Er richtet sich an Politik und Verwaltung sowie an die interessierte Öffentlichkeit. Dr. Marc Neu und Dr. David H. Gehne haben im Auftrag der Stadt die Kapitel zur Sozialräumlichen Differenzierung, zur Wahlbeteiligung, zur Schulischen Bildung sowie zu Studierenden und Beschäftigten der Hochschulen in Bochum verfasst. Auf Basis der kommunalen Sozialberichterstattung sollen städtische Gebiete und Personengruppen mit besonderem Förderbedarf identifiziert und Stadtumbauprozesse oder zielgerichtete Maßnahmen angestoßen werden.

Weitere Informationen


„Wie geht’s Dir? Ungleiche Voraussetzungen für das subjektive Wohlbefinden von Kindern in Familie, Schule und Stadtteil “.

Band 19 der Materialreihe im Rahmen der KeKiz-Begleitforschung erschienen:

Wie geht es Kindern und Jugendlichen – und wie kann man ihr Wohlbefinden stärken? UWE fragt die Kinder und Jugendlichen selbst und nimmt ihre Stimmen und Perspektiven ernst. Gemeinsam mit den Projektkommunen Herne und Bottrop wurden 2019 alle Schüler:innen der Jahrgangsstufen 7 und 9 zu ihrem Wohlbefinden und ihren stärkenden Ressourcen in Familie, Schule und Stadtteil befragt. Die Konzeption als Vollerhebung erlaubt die Auswertung nach Stadtteilen und Schulen, zwischen denen sich teilweise große Unterschiede zeigen. Diese folgen allerdings nicht den üblichen statistischen Indikatoren der Sozialberichterstattung: Subjektives Wohlbefinden gibt es teilweise losgelöst von den Strukturen, die gemeinhin als „privilegierte“ oder „benachteiligte“ Räume beschrieben werden. Subjektive Armutserfahrungen gehen allerdings mit einem niedrigen Wohlbefinden einher. Es wird gezeigt, wie eine Vielzahl weiterer Ressourcen (z. B. Ernährung und Schlaf oder Schulerfahrungen) mit dem Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen zusammenhängt.


"Sozialräumliche Spaltung in Kindheit und Jugend. Ethnische und soziale Segregation von Kindern und Jugendlichen in deutschen Städten".

Band 18 der Materialreihe im Rahmen der KeKiz-Begleitforschung erschienen:

Kindheit und Jugend sind sensitive Lebensphasen, in denen Kinder und Jugendliche in starkem Maße auf ihr Nahumfeld angewiesen sind. Räumlich ungleiche Lebensbedingungen und sozialräumliche Spaltungen betreffen Kinder und Jugendliche daher ganz besonders. Umso beunruhigender die Erkenntnisse dieses Werkstattberichts von Katharina Knüttel und Volker Kersting: Kinder und Jugendliche wohnen im Vergleich zu Erwachsenen sowohl ethnisch als auch sozial stärker voneinander getrennt. Die sozialräumliche Spaltung hat dabei „zwei Gesichter“, denn zur räumlichen Ungleichverteilung tragen sowohl Stadtteile mit besonders hohen als auch mit besonders niedrigen Anteilen der betrachteten Bevölkerungsgruppen bei. Im Bericht werden kleinräumige Daten fast aller deutschen Großstädte verwendet und im Zeitverlauf dargestellt, dabei zeigen sich sehr stabile Muster der Segregation - trotz aller Bemühungen von Politik und Verwaltung, dies zu beeinflussen. Erforderlich ist somit die kritische Reflektion bisheriger Handlungsansätze.


Sozialindizes für Schulen: Kommunale Perspektiven – Handreichung im Auftrag des Netzwerk Bildung der FES

Ist es überhaupt die Aufgabe einer Kommune, sich des Themas sozialer Ungleichheit im Bildungssystem anzunehmen? Thomas Groos und Katharina Knüttel beantworten diese Frage in ihrer Handreichung mit einem klaren JA, gerade wenn sich Kommunen selbst als aktive Bildungsakteur:innen begreifen und Bildung vor Ort nicht nur verwalten, sondern auch gestalten wollen.
Ansatzpunkt und Instrument für diese Aufgabe kann ein Sozialindex für Schulen sein, über den – im Rahmen einer gut geplanten Strategie und Umsetzung in den Kommunen – zusätzliche Unterstützung für sozial benachteiligte Schüler:innen gesteuert und Bildungsgerechtigkeit stärker in den Fokus gerückt werden kann.
Der Beitrag beschäftigt sich dabei einerseits mit methodisch-statistischen Fragen: Wie und anhand welcher Daten können kommunale Schulsozialindizes erstellt, interpretiert und angewendet werden? Andererseits gibt es gerade im kommunalen Alltag eine Vielzahl politisch-strategischer Herausforderungen bei der Etablierung und Umsetzung, derer sich kommunale Akteur:innen bewusst sein sollten.

Bild: © Friedrich-Ebert-Stiftung


Veröffentlichung: Stadtteiltypen sozialer Segregation von Kindern

Das Projekt-Team „Kommunale Mikrodatenanalyse“ hat für die aktuelle Ausgabe der RaumPlanung einen Beitrag verfasst, der auf Auswertungen anhand von Daten der Innerstädtischen Raumbeobachtung basiert, die am Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung gesammelt und gepflegt werden.
Der Beitrag untersucht die räumliche Struktur der Wohnorte armer und nicht armer Kinder in deutschen Städten anhand einer Stadtteiltypisierung. Innerstädtische Disparitäten von Kinderarmut zeigen sich in allen Städten: Überall gibt es Stadtteile mit vergleichsweise hohen und niedrigen Kinderarmutsquoten. Die Analysen zeigen, dass den Stadtteilen mit enorm hohen Kinderarmutsquoten noch mehr Stadtteile mit unterdurchschnittlichen Quoten gegenüberstehen. In den meisten Städten lebt die Mehrheit der sozial benachteiligten Kinder allerdings in „gemischten Quartieren“. Kommunale Präventionsstrategien dürfen sich daher nicht nur auf benachteiligte Quartiere konzentrieren, wollen sie nicht einen Großteil ihrer Zielgruppe aus den Augen verlieren.


RUBIN-Artikel: UWE nimmt Kinder ernst

Das Wissenschaftsmagazin Rubin berichtet über aktuelle Forschungshighlights aus der RUB. Im aktuellen Heft stellt die Redaktion das ZEFIR-Projekt "UWE – Stärkung der Schulwirksamkeit und Beitrag zur Schulentwicklung im Ruhrgebiet" vor.

[...] Das Wohlbefinden von Kindern lässt sich nicht allein an objektiven Kriterien kommunaler Sozialberichterstattung ablesen. Die UWE-Studie fragt direkt.

Wie es nach objektiven Maßstäben um die Bildung und den Wohlstand der Bevölkerung eines Stadtteils bestellt ist, lässt sich an der kleinräumigen Sozialberichterstattung ablesen. „Für das Wohlbefinden von Kindern im entsprechenden Stadtteil ist das aber nur bedingt aussagekräftig“, sagt Prof. Dr. Sören Petermann [...].


Der vollständige Artikel ist online hier zu finden.

Foto: © Damian Gorczany


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