Herzlich willkommen!

Das „Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung“ ist ein Institut der Fakultät für Sozialwissenschaft, das offen ist für die Mitarbeit aller Disziplinen.

Wichtige Information

Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Betrieb an der Ruhr-Universität Bochum weiterhin eingeschränkt.

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Projekten des ZEFIR sind für Sie weiterhin per E-Mail und über die dienstlichen Telefonnummern zu erreichen, dies aber zum Teil nur mit Verzögerung. Telefontermine können aber per E-Mail vereinbart werden.

Wenn es zu Verzögerungen bei der Bearbeitung Ihrer Anliegen kommt, bitten wir Sie, dies zu entschuldigen.


„Wie geht’s Dir? Ungleiche Voraussetzungen für das subjektive Wohlbefinden von Kindern in Familie, Schule und Stadtteil “.

Band 19 der Materialreihe im Rahmen der KeKiz-Begleitforschung erschienen:

Wie geht es Kindern und Jugendlichen – und wie kann man ihr Wohlbefinden stärken? UWE fragt die Kinder und Jugendlichen selbst und nimmt ihre Stimmen und Perspektiven ernst. Gemeinsam mit den Projektkommunen Herne und Bottrop wurden 2019 alle Schüler:innen der Jahrgangsstufen 7 und 9 zu ihrem Wohlbefinden und ihren stärkenden Ressourcen in Familie, Schule und Stadtteil befragt. Die Konzeption als Vollerhebung erlaubt die Auswertung nach Stadtteilen und Schulen, zwischen denen sich teilweise große Unterschiede zeigen. Diese folgen allerdings nicht den üblichen statistischen Indikatoren der Sozialberichterstattung: Subjektives Wohlbefinden gibt es teilweise losgelöst von den Strukturen, die gemeinhin als „privilegierte“ oder „benachteiligte“ Räume beschrieben werden. Subjektive Armutserfahrungen gehen allerdings mit einem niedrigen Wohlbefinden einher. Es wird gezeigt, wie eine Vielzahl weiterer Ressourcen (z. B. Ernährung und Schlaf oder Schulerfahrungen) mit dem Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen zusammenhängt.


"Sozialräumliche Spaltung in Kindheit und Jugend. Ethnische und soziale Segregation von Kindern und Jugendlichen in deutschen Städten".

Band 18 der Materialreihe im Rahmen der KeKiz-Begleitforschung erschienen:

Kindheit und Jugend sind sensitive Lebensphasen, in denen Kinder und Jugendliche in starkem Maße auf ihr Nahumfeld angewiesen sind. Räumlich ungleiche Lebensbedingungen und sozialräumliche Spaltungen betreffen Kinder und Jugendliche daher ganz besonders. Umso beunruhigender die Erkenntnisse dieses Werkstattberichts von Katharina Knüttel und Volker Kersting: Kinder und Jugendliche wohnen im Vergleich zu Erwachsenen sowohl ethnisch als auch sozial stärker voneinander getrennt. Die sozialräumliche Spaltung hat dabei „zwei Gesichter“, denn zur räumlichen Ungleichverteilung tragen sowohl Stadtteile mit besonders hohen als auch mit besonders niedrigen Anteilen der betrachteten Bevölkerungsgruppen bei. Im Bericht werden kleinräumige Daten fast aller deutschen Großstädte verwendet und im Zeitverlauf dargestellt, dabei zeigen sich sehr stabile Muster der Segregation - trotz aller Bemühungen von Politik und Verwaltung, dies zu beeinflussen. Erforderlich ist somit die kritische Reflektion bisheriger Handlungsansätze.


Sozialindizes für Schulen: Kommunale Perspektiven – Handreichung im Auftrag des Netzwerk Bildung der FES

Ist es überhaupt die Aufgabe einer Kommune, sich des Themas sozialer Ungleichheit im Bildungssystem anzunehmen? Thomas Groos und Katharina Knüttel beantworten diese Frage in ihrer Handreichung mit einem klaren JA, gerade wenn sich Kommunen selbst als aktive Bildungsakteur:innen begreifen und Bildung vor Ort nicht nur verwalten, sondern auch gestalten wollen.
Ansatzpunkt und Instrument für diese Aufgabe kann ein Sozialindex für Schulen sein, über den – im Rahmen einer gut geplanten Strategie und Umsetzung in den Kommunen – zusätzliche Unterstützung für sozial benachteiligte Schüler:innen gesteuert und Bildungsgerechtigkeit stärker in den Fokus gerückt werden kann.
Der Beitrag beschäftigt sich dabei einerseits mit methodisch-statistischen Fragen: Wie und anhand welcher Daten können kommunale Schulsozialindizes erstellt, interpretiert und angewendet werden? Andererseits gibt es gerade im kommunalen Alltag eine Vielzahl politisch-strategischer Herausforderungen bei der Etablierung und Umsetzung, derer sich kommunale Akteur:innen bewusst sein sollten.

Bild: © Friedrich-Ebert-Stiftung


Veröffentlichung: Stadtteiltypen sozialer Segregation von Kindern

Das Projekt-Team „Kommunale Mikrodatenanalyse“ hat für die aktuelle Ausgabe der RaumPlanung einen Beitrag verfasst, der auf Auswertungen anhand von Daten der Innerstädtischen Raumbeobachtung basiert, die am Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung gesammelt und gepflegt werden.
Der Beitrag untersucht die räumliche Struktur der Wohnorte armer und nicht armer Kinder in deutschen Städten anhand einer Stadtteiltypisierung. Innerstädtische Disparitäten von Kinderarmut zeigen sich in allen Städten: Überall gibt es Stadtteile mit vergleichsweise hohen und niedrigen Kinderarmutsquoten. Die Analysen zeigen, dass den Stadtteilen mit enorm hohen Kinderarmutsquoten noch mehr Stadtteile mit unterdurchschnittlichen Quoten gegenüberstehen. In den meisten Städten lebt die Mehrheit der sozial benachteiligten Kinder allerdings in „gemischten Quartieren“. Kommunale Präventionsstrategien dürfen sich daher nicht nur auf benachteiligte Quartiere konzentrieren, wollen sie nicht einen Großteil ihrer Zielgruppe aus den Augen verlieren.


RUBIN-Artikel: UWE nimmt Kinder ernst

Das Wissenschaftsmagazin Rubin berichtet über aktuelle Forschungshighlights aus der RUB. Im aktuellen Heft stellt die Redaktion das ZEFIR-Projekt "UWE – Stärkung der Schulwirksamkeit und Beitrag zur Schulentwicklung im Ruhrgebiet" vor.

[...] Das Wohlbefinden von Kindern lässt sich nicht allein an objektiven Kriterien kommunaler Sozialberichterstattung ablesen. Die UWE-Studie fragt direkt.

Wie es nach objektiven Maßstäben um die Bildung und den Wohlstand der Bevölkerung eines Stadtteils bestellt ist, lässt sich an der kleinräumigen Sozialberichterstattung ablesen. „Für das Wohlbefinden von Kindern im entsprechenden Stadtteil ist das aber nur bedingt aussagekräftig“, sagt Prof. Dr. Sören Petermann [...].


Der vollständige Artikel ist online hier zu finden.

Foto: © Damian Gorczany


Der neue Wegweiser Kommune 2019 ist online!

Indikatoren des Wegweiser Kommune in den Jahrgängen 2006 bis 2018 nun als Scientific Use File verfügbar.

Am 29.04.2021 hat die Bertelsmann Stiftung den aktualisierten Wegweiser Kommune mit Daten des Jahrgangs 2019 erweitert. Abgebildet werden die Länder, kreisfreien Städte, Kreise und Gemeinden Deutschlands einer Größe von 5.000 Einwohnern und mehr auf dem Gebietsstand 01.01.2020.
WissenschaftlerInnen und Studierenden sozialwissenschaftlicher und ähnlicher Fachrichtungen stellt das Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) zum Zweck der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung, wissenschaftlichen Forschung und Beratung sowie für die Lehre eine Vielzahl einschlägiger Indikatoren als Scientific Use File (SUF) schon seit mehreren Jahren unentgeltlich zur Verfügung.

Bei dem vom ZEFIR angebotenen SUF handelt es sich um einen Auszug aus dem Wegweiser Kommune . Der SUF enthält jetzt die Daten von 180 Indikatoren für dreizehn Jahrgänge. Damit können Zeitreihen von 2006 bis 2018 abgebildet werden. Es handelt sich um solche Indikatoren, welche das ZEFIR im Wegweiser Kommune im Auftrag der Bertelsmann Stiftung zum Teil für dessen Politikfelder „Demographie“, „Soziale Lage“, „Integration“, „Bildung“, „Pflege“ und „Wirtschaft und Arbeit“ sowie „Nachhaltige Entwicklung“ regelmäßig aktualisiert. Der aktuelle Datenjahrgang 2019 ist weiterhin nur über das Datenportal der Bertelsmann Stiftung einsehbar.
Datengeber sind u. a. die Statistischen Ämter der Länder, die Bundesagentur für Arbeit und das Ausländerzentralregister. Die von diesen Datengebern bezogenen Daten werden zur Berechnung weiterführender Indikatoren genutzt.

Registrierung, Zugang und weitere Information zu den Nutzungsbedingungen finden Sie hier.



Konstruktion des Sozialindex für Schulen in Nordrhein-Westfalen
Jörg-Peter Schräpler / Sebastian Jeworutzki
ZEFIR-Materialien Band 14

Eine Vielzahl von Studien zur raumbezogenen Bildungsforschung zeigen, dass die schulische Bildungsbeteiligung sozialräumlich ungleich verteilt ist. Im Hinblick auf diese Heterogenität wurde schon seit Längerem in Nordrhein-Westfalen der Ruf nach einem schulscharfen Sozialindex laut, der die spezifischen Gegebenheiten vor Ort berücksichtigt und eine gezielte Förderung von Schulen ermöglicht, um zu einer Verringerung von Chancenunterschieden beizutragen.

Die Autoren wurden durch das Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW mit der Konstruktion eines solchen Sozialindex für Schulen beauftragt. Der vorliegende Text beschreibt, auf welchen Indikatoren der Sozialindex basiert, welche statistischen Verfahren zur Indexkonstruktion genutzt wurden und auf welcher Datengrundlage er berechnet wird. Abschließend wird der Schulsozialindex mit Daten zu den zentralen Abschlussprüfungen nach Klasse 10 und den Vergleichsarbeiten (VERA 3 und 8) evaluiert und es werden Möglichkeiten zur Bildung von Sozialindexstufen diskutiert.

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Ohne Quote: Stagnation
Der Anteil der Frauen in den Räten kreisfreier Städte und Kreistagen stagniert. Bisher bringt nur eine Quote Parität.

Von den späten 1980er-Jahren bis heute ist der Anteil der Frauen in der Kommunalpolitik zwar deutlich gestiegen, von etwas mehr als zehn auf knapp 35 Prozent, doch der stärkste Anstieg fand nur bis 2004 statt. Die Zusammensetzung der Räte der kreisfreien Städte und der Kreistage nach den Kommunalwahlen 2020 in NRW zeigt, dass die Entwicklung zur Parität bei Parteien ohne Quoten stagniert. Zu diesem Ergebnis kommen die Historikerin Dr. Beate von Miquel vom Marie Jahoda Center for International Gender Studies der RUB und der Bochumer Politologe Dr. David H. Gehne vom Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung in einer aktuellen Erhebung.


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Tagung/ONLINE: Gleichwertige Lebensverhältnisse – eine Aufgabe & Zielsetzung der Sozialplanung? 30 Jahre VSOP – Programmreihe zum digitalen Fachdiskurs 2021

Auch in diesem Jahr beteiligt sich das ZEFIR wieder aktiv an der Jahrestagung des „Vereins für Sozialplanung (VSOP)“. Die Tagung steht unter dem Motto „Gleichwertige Lebensverhältnisse – eine Aufgabe & Zielsetzung der Sozialplanung?“. Die Veranstaltung findet online und per Videoübertragung statt. Am 16.06.2021 führt das ZEFIR gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung das Modul „Räumlich ungleiche Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen. Fakten und Diskurse“ durch. Katharina Knüttel und Volker Kersting stellen neueste Forschungsergebnisse vor und diskutieren diese mit den Teilnehmenden.
Auch am ersten (23.03.2021) und letzten Modul (02.12.2021) der Veranstaltungsserie ist das ZEFIR beteiligt.
Anmeldeschluss ist der 15.03.2021.
Nähere Informationen (Flyer)

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Online–Fachtagung: Aufwachsen in segregierten Umwelten am 20. Januar 2021

Dokumentation ist jetzt online

Am 20.01.2021 hatte das ZEFIR das Vergnügen, einem interessierten Publikum aus Politik, Kommunen und Wissenschaft im Rahmen der Online-Fachtagung „Aufwachsen in segregierten Umwelten“ die Projekte „Wie geht´s dir UWE?“ und „Kommunale Mikrodatenanalyse" vorzustellen. Beide Projekte werden in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung und kommunalen Partnern (Bottrop, Herne und Solingen) durchgeführt. Die Teilnehmer:innen hatten außerdem die Möglichkeit, in einem von sechs parallel stattfindenden Themenforen mehr über die Projekte oder das Thema Segregation zu erfahren und sich mit Forschern und Praktiker:innen, die bereits mit UWE und Mikrodatenanalyse arbeiten, auszutauschen. Besonders für diejenigen, die noch einmal nachlesen möchten, worum es ging oder sich noch für andere Themenforen interessieren, stehen jetzt alle Inhalte auf unseren Internetseiten zur Verfügung. Sie finden die Vorträge, Statements und Diskussionen sowie die Geschichte einer typischen Ruhrgebietsfamilie und ihrem Stadtteil zum Nachhören.

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Bürgermeisterwahlen in NRW 2020
Mehr Kontinuität als Wandel bei der Corona-Wahl

Dr. David H. Gehne wirft einen Blick auf die Bürgermeisterwahlen in Nordrhein-Westfalen. 2020 fanden die Bürgermeisterwahlen und die Stichwahlen unter den Bedingungen der Corona-Pandemie statt. Trotz dieser bisher einzigartigen Umstände lassen sich bei einer ersten Auswertung der Ergebnisse keine besonders großen Veränderungen im Vergleich zu 2014/2015 feststellen.

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