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Das „Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung“ ist ein Institut der Fakultät für Sozialwissenschaft, das offen ist für die Mitarbeit aller Disziplinen.

Aktuelles

Keck-Atlas NRW mit ersten Auswertungen erschienen

In Kooperation mit der am ZEFIR stattfindenden wissenschaftlichen Begleitforschung zu „Kein Kind zurücklassen!“, dem Verein Familiengerechte Kommune und der Bertelsmann Stiftung wurden nun erstmalig aktuelle Daten zu Kinderarmut innerhalb eines Bundeslandes in den KECK-Atlas eingepflegt und erste Analysen durchgeführt. Die Ergebnisse sind sowohl direkt im NRW-Keck als auch im Rahmen der Reihe „Analysen und Konzepte“ bei der Bertelsmann Stiftung erschienen. Über die Ergebnisse wurde in der Presse ausführlich berichtet ( PDF).
Es zeigt sich, dass Kinder in NRW häufiger als Erwachsene SGB II-Leistungen beziehen, dass die Zahl der Kinder in Bedarfsgemeinschaften stetig ansteigt und dass sie im Vergleich zu erwerbsfähigen Leistungsberechtigten öfter im Dauerbezug sind. Dabei bestehen teilweise erhebliche regionale Unterschiede.
Bereits in der ersten Phase der Begleitforschung zu „Kein Kind zurücklassen!“ wurden im Rahmen eines Werkstattberichtes vom ZEFIR Daten für ein Sozial- und Bildungsmonitoring für die kommunale Prävention zusammengetragen und ausgewertet ( PDF).
Im Rahmen des KECK-Atlas NRW wird dieser Ansatz aufgegriffen und weiterentwickelt.
Für Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft bietet die Bertelsmann Stiftung den KECK-Atlas als kostenloses Instrument an, um kleinräumige Unterschiede in sozialer Lage, Gesundheit, Umweltbedingungen oder vorhandener Infrastruktur sichtbar machen zu können.



VSOP Jahrestagung 2018 in Bielefeld: Gesellschaftliche Spaltung in Deutschland. Kritische Sozialplanung als Auftrag und Haltung.

Fortschreitende soziale Spaltung und zunehmende „politische Regression“ zwingen Sozialplanung und Sozialwissenschaften dazu, ihre Konzepte und ihr Wirken zu überdenken. Wie stellen sich die veränderten Rahmenbedingungen für die Sozialplanung dar und wie muss sie darauf reagieren? Diese Fragen stehen im Zentrum der Jahrestagung des Vereins für Sozialplanung (VSOP). Die Tagung steht unter dem Motto „Gesellschaftliche Spaltung in Deutschland - Kritische Sozialplanung als Auftrag und Haltung“ und findet vom 10.-12.09.2018 in Bielefeld statt. Das ZEFIR beteiligt sich mit einem Betrag zum Thema „Sozial-räumliche Spaltung und ihre Thematisierung vor Ort“.

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Keine Kita für alle. Zum Ausmaß und den Ursachen von Kita-Segregation. Bd. 12 der Werkstattberichte ist erschienen.

Der Besuch einer Kindertageseinrichtung (im Folgenden Kita) ist für fast alle Kinder in Nordrhein-Westfalen vor der Einschulung die Regel.
Aus den bisherigen Ergebnissen der Begleitforschung zu „Kein Kind zurücklassen!
Kommunen in NRW beugen vor“ (KeKiz) “ wissen wir, dass eine starke Ungleichverteilung von Kindern in den Kitas vor allem für die sozial benachteiligten Kinder ein zusätzliches Entwicklungshemmnis darstellen kann.
Im vorliegenden Beitrag werden das Ausmaß der ungleichen Zusammensetzung und die zugrunde liegenden Ursachen auf der Ebene der Kitas näher betrachtet. Die sozialräumliche Segregation ist die zentrale Ursache für die Kita-Segregation. Diese lässt sich aber kaum direkt durch kommunales Handeln verringern, da Wohnungsmarktdynamiken dem entgegenstehen. Verstärkt wird die Kita-Segregation durch die elterliche Kita-Wahl (Wunsch- und Wahlrecht) und die Auswahl der Kinder durch die Kitas selbst.
Kommunen sowie das Land können die Kita-Segregation aufzeigen und anhand des Wissens über ihre Ausmaße Maßnahmen ergreifen, um die negativen Folgen von Segregation abzuschwächen. Dies kann bspw. über eine bedarfsgerechte Verteilung von Mitteln sowie eine bedarfsgerechte Kita-Planung erfolgen. Beides erfordert
allerdings differenziertes Wissen, Analysen und Werkzeuge, um die realen Strukturen zu erfassen.

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Pilotstudie "Kinderrechte-Index"

Das ZEFIR führt im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerks (DKHW) bis Ende 2018 eine Pilotstudie "Kinderrechte-Index" zum Stand der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK) in den verschiedenen Lebensbereichen und den damit verbundenen Politikfeldern auf Ebene der Bundesländer durch. Die Projektmitarbeiterin Regina Sidel wird die hierfür notwendige Indikatorenanalyse am ZEFIR durchführen. Ziel der Pilotstudie ist es, aussagekräftige, wissenschaftlich fundierte Kinderrechte-Indikatoren zu verschiedenen Themenbereichen in Bezug auf die menschenrechtlichen Verpflichtungen der UN-KRK zu entwickeln.

Weitere Infos finden Sie hier im Internet.

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Stadtforschung und Statistik: Empirische Bildungslandschaften (K. Knüttel, ZEFIR; S. Jeworutzki, ZEFIR)

Während Kooperations- und Lernnetzwerke seit einiger Zeit zunehmende Bedeutung in der kommunalen Bildungspolitik haben, galt der Identifizierung empirischer Netzwerkstrukturen, die sich durch Bildungsentscheidungen auf der Nachfrageseite ergeben, bislang kaum Aufmerksamkeit. Im Beitrag werden anhand der Übergänge von Grundschulen zu weiterführenden Schulen im Ruhrgebiet Netzwerke verstetigter Übergangsbeziehungen identifiziert. Innerhalb dieser Netzwerke erscheint die gemeinsame Betrachtung der Schulen aus sozialanalytischer und bildungsplanerischer Sicht sinnvoll. Es zeigt sich eine Vielfalt von Netzwerkstrukturen, die von administrativen Grenzen relativ unabhängig sind und Ansatzpunkte für die Förderung von Schulkooperationen liefern können. Der Beitrag in der Zeitschrift „Stadtforschung und Statistik“ geht auf die Arbeit im Forschungsprojekt „Wege zur Metropole Ruhr“ zurück.

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Erfolgreiche Tagung des ZEFIR am 01.03.2018: Die Zukunft des Ruhrgebietes – Was kommt nach dem Strukturwandel?

Fünf Vorträge, drei Kommentare, eine lebendige Podiumsdiskussion und 190 Teilnehmende, dazu viele Gespräche und Vernetzungen in den Pausen und beim Ausklang am Ende der Veranstaltung, mit dieser Bilanz unserer Tagung sind wir im ZEFIR sehr zufrieden. Wir bedanken uns bei allen Beitragenden für ihr Engagement und bei den fördernden Institutionen Emschergenossenschaft/Lippeverband, Stiftung Mercator und RVR für die Unterstützung unserer Veranstaltung.

Wer noch einmal die Inhalte der Tagung nachvollziehen will, kann hier die gesammelten Vorträge herunterladen (25 MB). Die auf der Tagung präsentierten Poster können hier ebenfalls heruntergeladen werden (28 MB).


Sozial- und Bildungsmonitoring für die kommunale Prävention: Band 11 der Werkstattberichte erschienen.

Bildungs- und Gesundheitschancen von Kindern und Jugendlichen sind räumlich ungleich verteilt. Das Sozial- und Bildungsmonitoring ermöglicht einen Blick auf die kommunalen Unterschiede, deren Kenntnis von zentraler Bedeutung ist, wenn konkrete Handlungsbedarfe abgeleitet werden sollen. In diesem Werkstattbericht werden Indikatoren zu den soziodemographischen und fiskalischen Rahmenbedingungen sowie zu den Übergängen in die Kita, in die Grundschule, in die weiterführende Schule, in die Sekundarstufe II und in den Arbeitsmarkt analysiert (biographische Dimension). Gegenstand der Untersuchungen sind die Kreise und kreisfreien Städte Nordrhein-Westfalens (räumliche Dimension). Als Datenbasis fungieren die Berichtsjahre 2006 und 2011/12. Somit werden empirische Befunde und Entwicklungen vor dem Beginn des KeKiz-Modellvorhabens vorgestellt (zeitliche Dimension).

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Kommunale Mikrodatenanalyse. Praktischer Nutzen und Anwendungsbeispiele.

Analysen von Verwaltungsdaten können Antworten auf vielfältige Fragen der Prävention geben wie: Welche Personengruppen brauchen besondere Unterstützung oder welche kommunalen Maßnahmen bzw. Programme zeigen nachweisbare Effekte in der Praxis?
Allerdings werden Auswertungen solcher Daten bisher kaum in Kommunen durchgeführt. Dies hat vielfältige Gründe. Zum einen unterliegt die Arbeit mit Mikrodaten strengen datenschutzrechtlichen Vorschriften. Zum anderen ist sie auch fachlich voraussetzungsvoll und zeitaufwendig.
Die Ausgabe "Kommunale Mikrodatenanalyse" beleuchtet genauer, was kommunale Mikrodaten bzw. Verwaltungsdaten überhaupt sind, wie sie im Rahmen der Mikrodatenanalyse als einem Bestandteil der wissenschaftlichen Begleitforschung zum Projekt „Kein Kind zurücklassen!“ genutzt wurden und welche Erkenntnisse bzw. Handlungsimpulse sich daraus ableiten lassen.

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Soziale Stadt: Über Armut und die begrenzte Reichweite von Quartierspolitik

Der Artikel befasst sich mit der Entwicklung der räumlichen und institutionellen Segregation vor dem Hintergrund steigender Armut. Zwischen 2010 und 2016 nahm die Kinderarmut in den Großstädten Nordrhein-Westfalens sprunghaft zu. Die Zunahme der Armut trifft vielfach besonders die Stadtteile, die ohnehin benachteiligt und durch hohe Einkommensarmut betroffen sind. Die Analyse von Längsschnittdaten (2007-2015) mehrerer tausend Stadtteile deutscher Großstädte zeigt, dass die Segregation der ausländischen Bevölkerung tendenziell ab-, die der armen Bevölkerung deutlich zunimmt. Besonders negativ stellt sich die Entwicklung für die Ruhrgebietsstädte dar. Sie kennzeichnet eine enorme Entwicklung der Armut bei zugleich starker Zunahme der Segregation.
Stärker noch als auf räumlicher Ebene zeigt sich die Segregation auf der Ebene von Kindertageseinrichtungen und Schulen - mit ernst zu nehmenden Folgen.

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NEU: ZEFIR-Informationen 2/2017 erschienen!

Am 29.09.2017 ist die neue Ausgabe der "ZEFIR-Informationen" erschienen bzw. versandt worden.
Wir möchten Sie damit über die wichtigsten Neuerungen rund um das Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum informieren:
Neue Projekte, Forschungsergebnisse, Veröffentlichungen, Veranstaltungen und weitere Meldungen aus dem LOTA 38.
Für ein Abo per Mail reicht eine kurze Nachricht an zefir@rub.de.

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"Wege zur Metropole Ruhr"

ZEFIR-Studie untersucht den Zusammenhang von Strukturwandel und Bildungschancen

Die Studie „Wege zur Metropole Ruhr“ des Zentrums für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) schließt mit ihrem Forschungsdesign eine Lücke in der Regionalforschung des Ruhrgebiets. Die unter der Projektleitung von Prof. Dr. Jörg-Peter Schräpler entstandene und von der Stiftung Mercator geförderte Studie untersucht erstmals flächendeckend auf kleinräumiger Ebene den Einfluss des wirtschaftlichen und demografischen Strukturwandels in den Stadtteilen auf die Bildungs- und Teilhabechancen der Einwohnerinnen und Einwohner.
Methodisch geht die Studie neue Wege, indem sie den Zusammenhang von Sozialraum und Bildungschancen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Dazu wurden bei der Erstellung der Studie Daten der Volkszählungen 1961, 1970, 1987 und 2011, amtliche Schuldaten sowie zahlreiche Interviews mit Lehrer/-innen und Schulleiter/-innen genutzt. Darüber hinaus wird der gesellschaftliche Wandel aus dem Blickwinkel der Bevölkerung des Ruhrgebiets auf Basis der repräsentativen Längsschnittstudie SOEP untersucht.
Die Studie zeigt einen starken Zusammenhang zwischen dem Sozialraum der Grundschulen und der Übergangsquote zum Gymnasium auf. Wenn die Grundschulen in Bezirken liegen, die sich im Verlauf des Strukturwandels von Arbeitervierteln hin zu sozial benachteiligten Bezirken entwickelt haben, sind die Teilhabechancen der Kinder deutlich geringer als etwa in bürgerlichen Bezirken. Darüber hinaus zeigt sich, dass die deutschen Schüler wesentlich stärker von der Bildungsexpansion profitiert haben als Schüler ohne deutsche Staatsbürgerschaft.
Die besonderen Herausforderungen dieser benachteiligten Quartiere erfordern der Studie zufolge räumlich konzentrierte Maßnahmen. Insbesondere sollte eine stärkere Berücksichtigung des Sozialraums bei der Förderung der Schulen stattfinden. Eine Förderung der Schulen alleine wird jedoch nicht ausreichen, um die „Bildungslücke“ zwischen den sozial benachteiligten Bezirken und den bürgerlichen Quartieren zu verringern. Die Bemühungen um eine chancengerechte Bildungslandschaft müssen an eine sozialraumorientierte Sozialpolitik gekoppelt werden, um die Lebensverhältnisse in den benachteiligten Quartieren nachhaltig zu verbessern.
Die wissenschaftliche Studie wurde ergänzt durch das von der Brost-Stiftung geförderte Projekt "Heimat im Wandel", welches durch Fotografien identischer Objekte (1972 und heute) die wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformation des Ruhrgebiets anschaulich macht. Die zugehörige Ausstellung läuft vom 16.09 bis zum 03.12.207 im KUBUS im Haus Weitmar.
(15.09.2017)

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Archiv













Neueste Publikationen

KeKiz-Begleitforschung:

"Keine Kita für alle. Zum Ausmaß und den Ursachen von Kita-Segregation". Band 12 der Materialreihe im Rahmen der KEKIZ-Begleitforschung.


ZEFIR-Materialien:

"Wege zur Metropole Ruhr". ZEFIR-Materialien Band 6


KeKiz-Begleitforschung:

"Sozial- und Bildungsmonitoring für kommunale Prävention. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen und bildungsbezogene Übergänge im Lebensverlauf von Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen". Band 11 der Materialreihe im Rahmen der KEKIZ-Begleitforschung.


KeKiz-Begleitforschung:

"Kommunale Präventionspolitik. Auf dem Weg zu einer etablierten Verwaltungspraxis?". Band 10 der Materialreihe im Rahmen der KEKIZ-Begleitforschung.


ZEFIR-Materialien:

„Das kommunale Ehrenamt in NRW. Eine repräsentative Analyse unter besonderer Berücksichtigung des Nachteilsausgleichs kommunaler Mandatsträger bei flexiblen Arbeitszeiten“ ZEFIR-Materialien Band 5


ZEFIR-Materialien:

„Kommunalpolitik für Familien. Herausforderungen, Instrumente, Erfahrungen.“ ZEFIR-Materialien Band 4


KeKiz-Begleitforschung:

"In Typen denken." Muster der Inanspruchnahme präventiver Angebote. Band 9 der Materialreihe im Rahmen der KEKIZ-Begleitforschung


KeKiz-Begleitforschung:

„Aber es war sehr, sehr hilfreich“ Die Sicht der Eltern auf Informationsquellen und auf Wirkungen präventiv ausgerichteter Angebote. Band 8 der Materialreihe im Rahmen der KEKIZ-Begleitforschung


KeKiz-Begleitforschung:

„Aber irgendwie sehe ich da keinen Sinn drin!“Hintergründe der (Nicht-)Nutzung präventiv ausgerichteter Angebote aus der Sicht von Eltern. Band 7 der Materialreihe im Rahmen der KEKIZ-Begleitforschung


KeKiz-Begleitforschung:

Wie gelingt Prävention? Zusammenfassender Bericht der wissenschaftlichen Begleitforschung des Modellvorhabens „Kein Kind zurücklassen“.