Aktuelle Informationen - Archiv

Soziale Stadt: Über Armut und die begrenzte Reichweite von Quartierspolitik

Der Artikel befasst sich mit der Entwicklung der räumlichen und institutionellen Segregation vor dem Hintergrund steigender Armut. Zwischen 2010 und 2016 nahm die Kinderarmut in den Großstädten Nordrhein-Westfalens sprunghaft zu. Die Zunahme der Armut trifft vielfach besonders die Stadtteile, die ohnehin benachteiligt und durch hohe Einkommensarmut betroffen sind. Die Analyse von Längsschnittdaten (2007-2015) mehrerer tausend Stadtteile deutscher Großstädte zeigt, dass die Segregation der ausländischen Bevölkerung tendenziell ab-, die der armen Bevölkerung deutlich zunimmt. Besonders negativ stellt sich die Entwicklung für die Ruhrgebietsstädte dar. Sie kennzeichnet eine enorme Entwicklung der Armut bei zugleich starker Zunahme der Segregation.
Stärker noch als auf räumlicher Ebene zeigt sich die Segregation auf der Ebene von Kindertageseinrichtungen und Schulen - mit ernst zu nehmenden Folgen.

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NEU: ZEFIR-Informationen 2/2017 erschienen!

Am 29.09.2017 ist die neue Ausgabe der "ZEFIR-Informationen" erschienen bzw. versandt worden.
Wir möchten Sie damit über die wichtigsten Neuerungen rund um das Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum informieren:
Neue Projekte, Forschungsergebnisse, Veröffentlichungen, Veranstaltungen und weitere Meldungen aus dem LOTA 38.
Für ein Abo per Mail reicht eine kurze Nachricht an zefir@rub.de.

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"Wege zur Metropole Ruhr"

ZEFIR-Studie untersucht den Zusammenhang von Strukturwandel und Bildungschancen

Die Studie „Wege zur Metropole Ruhr“ des Zentrums für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) schließt mit ihrem Forschungsdesign eine Lücke in der Regionalforschung des Ruhrgebiets. Die unter der Projektleitung von Prof. Dr. Jörg-Peter Schräpler entstandene und von der Stiftung Mercator geförderte Studie untersucht erstmals flächendeckend auf kleinräumiger Ebene den Einfluss des wirtschaftlichen und demografischen Strukturwandels in den Stadtteilen auf die Bildungs- und Teilhabechancen der Einwohnerinnen und Einwohner.
Methodisch geht die Studie neue Wege, indem sie den Zusammenhang von Sozialraum und Bildungschancen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Dazu wurden bei der Erstellung der Studie Daten der Volkszählungen 1961, 1970, 1987 und 2011, amtliche Schuldaten sowie zahlreiche Interviews mit Lehrer/-innen und Schulleiter/-innen genutzt. Darüber hinaus wird der gesellschaftliche Wandel aus dem Blickwinkel der Bevölkerung des Ruhrgebiets auf Basis der repräsentativen Längsschnittstudie SOEP untersucht.
Die Studie zeigt einen starken Zusammenhang zwischen dem Sozialraum der Grundschulen und der Übergangsquote zum Gymnasium auf. Wenn die Grundschulen in Bezirken liegen, die sich im Verlauf des Strukturwandels von Arbeitervierteln hin zu sozial benachteiligten Bezirken entwickelt haben, sind die Teilhabechancen der Kinder deutlich geringer als etwa in bürgerlichen Bezirken. Darüber hinaus zeigt sich, dass die deutschen Schüler wesentlich stärker von der Bildungsexpansion profitiert haben als Schüler ohne deutsche Staatsbürgerschaft.
Die besonderen Herausforderungen dieser benachteiligten Quartiere erfordern der Studie zufolge räumlich konzentrierte Maßnahmen. Insbesondere sollte eine stärkere Berücksichtigung des Sozialraums bei der Förderung der Schulen stattfinden. Eine Förderung der Schulen alleine wird jedoch nicht ausreichen, um die „Bildungslücke“ zwischen den sozial benachteiligten Bezirken und den bürgerlichen Quartieren zu verringern. Die Bemühungen um eine chancengerechte Bildungslandschaft müssen an eine sozialraumorientierte Sozialpolitik gekoppelt werden, um die Lebensverhältnisse in den benachteiligten Quartieren nachhaltig zu verbessern.
Die wissenschaftliche Studie wurde ergänzt durch das von der Brost-Stiftung geförderte Projekt "Heimat im Wandel", welches durch Fotografien identischer Objekte (1972 und heute) die wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformation des Ruhrgebiets anschaulich macht. Die zugehörige Ausstellung läuft vom 16.09 bis zum 03.12.207 im KUBUS im Haus Weitmar.
(15.09.2017)

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Workshop „Gelingendes Aufwachsen und Prävention - Aktuelle Ergebnisse aus der Forschung“ am 15. November 2017 an der Ruhr-Universität Bochum

Das Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) bietet am 15. November 2017 gemeinsam mit der Faktor Familie GmbH einen Workshop zum Thema „Gelingendes Aufwachsen und Prävention - Aktuelle Ergebnisse aus der Forschung“ an. Vorgestellt werden zum einen Forschungsergebnisse zu Bedingungen eines förderlichen elterlichen Verhaltens. Zum anderen geht es um Antworten auf die Frage, wie Fachleute und Eltern mit kindlichen Auffälligkeiten umgehen und wie die Inanspruchnahme präventiver Angebote davon beeinflusst wird. Neben Fachvorträgen bietet die Veranstaltung Gelegenheit zum Austausch.

Eingeladen sind Koordinator/innen von kommunalen Präventionsketten sowie weitere Fachleute. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, es entscheidet das Datum der Anmeldung.

Anmeldungen bis zum 08.11.2017 an workshop@zefir.rub.de.

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Neues Projekt im ZEFIR: „Präventive Familienpolitik – Ressourcenstärkung für Familien“

Mit dem Projekt „Präventive Familienpolitik – Ressourcenstärkung für Familien“ wird die Arbeit des ZEFIR im Bereich Transferleistungen für Kommunen mit neuen Schwerpunkten fortgesetzt. Das Projekt soll dazu beitragen, die Lebenssituation von Familien zu verbessern und die kommunale Familienpolitik zu unterstützen. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Situation und Unterstützung von:
- Alleinerziehenden
- Familien mit Migrationshintergrund
- Mehrkindfamilien (vor allem in Armutslagen)

Die Projektziele sollen durch ein verbessertes Informations- und Vernetzungsangebot für familienpolitische Fachleute in den Kommunen sowie durch die Beratung, Begleitung und Unterstützung bei der Initiierung von Projekten vor Ort erreicht werden. Besonders wichtig ist dabei die präventive Ausrichtung kommunaler Familienpolitik. In diesem Zusammenhang steht eine gezielte Ressourcenstärkung für benachteiligte Familien im Vordergrund. Darüber hinaus soll die „Familiensensibilität“ präventiver Maßnahmen gestärkt werden.

Neben Netzwerktreffen, Workshops und Fachtagungen wird eine Weiterbildung zum Thema „Prävention und kommunale Familienpolitik“ angeboten. Die Überarbeitung und Erweiterung des bestehenden Internetportals familie-in-nrw.de im Sinne der Schwerpunktsetzung des Projektes und weitere Service- und Beratungsangebote für die nordrhein-westfälischen Kommunen gehören ebenfalls zum Aufgabenportfolio des Projektes.

Laufzeit des Projektes: Juli 2015 bis Dezember 2017
Ansprechperson: Dr. Angelika Engelbert (Projektleitung)

Das Projekt wird mit finanzieller Unterstützung Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds durchgeführt.

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MERCATOR-STUDIE: KONKRETE EMPFEHLUNGEN FÜR KOMMUNEN STATT POLITISCHER PAROLEN IN DER FLÜCHTLINGSPOLITIK

Neue Studie fordert Reduzierung der komplexen Zuständigkeiten im Bereich Asyl und klare Aufgabenverteilung

Unter dem Titel „Städte und Gemeinden in der Flüchtlingspolitik. Welche Probleme gibt es – und wie kann man sie lösen?“ veröffentlicht die Stiftung Mercator heute eine Studie, die von Prof. Dr. Jörg Bogumil, Jonas Hafner und André Kastilan (RUB) verantwortet wird.

Die Studie macht deutlich, dass von einem Staatsversagen keine Rede sein könne, da die zuständigebn Stellen mit Flexibilität und Improvisationskunst reagiert hätten. Sie gibt Empfehlungen, vorhandene Defizite auf kommunaler Ebene zu beseitigen: u. a. die Reduzierung der komplexen Zuständigkeiten bzw. die Zusammenlegung von Aufgabenbereichen.

Ferner spricht sich die Studie für die Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) aus: „Die aktuelle Regelung zum Leistungsbezug durch Geflüchtete bedeutet einen enormen Verwaltungsaufwand, obwohl tatsächlich nur sehr geringe Leistungsunterschiede bestehen. Eine generelle Öffnung des SGB II auch für Asylbewerber würde hier Abhilfe schaffen.“ (Jörg Bogumil)

(21.08.2017)

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Kommunale Mandatsträger in NRW – Ergebnisse einer Befragung von Rats- und Kreistagsmitgliedern in NRW jetzt veröffentlicht

Im Auftrag des Innenministeriums NRW haben Jörg Bogumil, Benjamin Garske und David H. Gehne 2.283 Rats- und Kreistagsmitglieder in NRW befragt. Die Ergebnisse wurden nun in Düsseldorf veröffentlicht.

Der typische kommunale Mandatsträger ist männlich, über 55 Jahre und hoch gebildet. Der Frauenanteil ist mit 26,7 % in den Städten und 29,4 % in den Kreisen immer noch gering. Zu diesem Schluss kommt eine wissenschaftliche Untersuchung im Auftrag des ehemaligen Ministeriums für Inneres und Kommunales. In einer der größten Befragungen von Rats- und Kreistagsmitgliedern in der Bundesrepublik Deutschland wurden im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen 2.283 kommunale Mandatsträgerinnen und Mandatsträger aus 44 Städten und Gemeinden und sechs Landkreisen zu ihrer Mandatsausübung und zu Handlungsnotwendigkeiten im kommunalen Ehrenamt befragt. Rund 61 % von ihnen nutzten die Möglichkeit zur Rückantwort.

Professor Dr. Jörg Bogumil von der Ruhr-Universität Bochum legte nun gemeinsam mit Dr. David Gehne und Benjamin Garske den Bericht über die wissenschaftliche Untersuchung vor. Die Ergebnisse bestätigen laut Prof. Bogumil zudem, dass die Kommunalpolitik in Nordrhein-Westfalen vor allem in den größeren Städten von Parteien geprägt ist. Trotzdem wird das Verhältnis zwischen der Kommunalvertretung und den direkt gewählten OB, BM und Landräten als gut angesehen. Der Zeitaufwand für die ehrenamtliche Tätigkeit ist nicht unbeträchtlich und in den größeren Städten geht er zumindest bei den Personen mit mehreren Funktionen in Richtung einer Halbtagsstelle.

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung legt die Ergebnisse dem im Mai 2017 neu gewählten Landtag zur weiteren Beratung vor.
Bildnachweis: Stadt Bochum, Referat für Kommunikation
(17.08.2017)

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„Kommunalpolitik für Familien. Herausforderungen, Instrumente, Erfahrungen.“ ZEFIR-Materialien Band 4 bietet einen umfassenden Überblick zu Themen der Kommunalen Familienpolitik.

Der Sammelband enthält Texte von Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen, die im Laufe der letzten Jahre im Rahmen der Arbeit des IQZ (Informations- und Qualifizierungszentrum für Kommunen, gefördert vom nordrhein-westfälischen Familienministerium) für das Internetportal www.familie-in-nrw.de verfasst wurden. Behandelt werden u.a. Ansätze und Instrumente eines strategisch ausgerichteten Vorgehens vor Ort, das in Nordrhein-Westfalen in den letzten 10 Jahren zunehmend Verbreitung gefunden hat. Erfahrungsberichte beschreiben Prozesse und schildern wichtige Erfahrungen mit einem „Kommunalen Management für Familien“. Daneben werden Forschungsergebnisse zur Situation und zur Bedarfslage von Familien oder zu kommunalen Verwaltungsstrukturen vorgestellt. Die Beiträge bieten Interessierten aus Wissenschaft und Praxis Ein- und Überblicke zum Thema Kommunalpolitik für Familien und können Anregungen für die Bewältigung familienpolitischer Herausforderungen geben.
(17.08.2017)

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Zertifikatsverleihung in Bochum: Erfolgreicher Abschluss der Weiterbildung „Prävention in der kommunalen Familienpolitik“

Lauter glückliche Gesichter: Dr. Angelika Engelbert und Prof. Dr. Sören Petermann überreichten am 11.07.2017 Zertifikate an die 25 Teilnehmenden der Weiterbildung „Prävention in der kommunalen Familienpolitik“. Der sechstägige Kurs wurde im Rahmen des vom Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten Projektes „Präventive Familienpolitik – Ressourcenstärkung für Familien“ durchgeführt. Das ZEFIR unterstützt seit zehn Jahren im Auftrag des Landes die kommunale Familienpolitik mit Netzwerktreffen, Workshops, Fachtagungen, Verwaltungsgesprächen und einem Weiterbildungsangebot.

Foto: André Garstka


"Lange Nacht über das Ruhrgebiet":

Prof. Dr. Strohmeier im Deutschlandradio (Audio/Video/Text)

Am 01.04.17 (kein Scherz) lief im Deutschlandradio Kultur der Beitrag von Jörg Stroisch "Tief im Westen. Eine lange Nacht über das Ruhrgebiet". Einer der Mitwirkenden war Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier vom ZEFIR.
Mithilfe von Audios, Videos und Text kann man sich hier verschiedenen Facetten der Region nähern. Ein Besuch der Seite lohnt sich auf jeden Fall!

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Scientific Use File (Jg. 2009 - 2014)

Fundierte Datengrundlage für raumbezogene Analysen gesucht?
WissenschaftlerInnen und Studierenden sozialwissenschaftlicher und artverwandter Fachrichtungen stellt das Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) eine Vielzahl quantitativer Daten unentgeltlich zur Verfügung. Die Bereitstellung erfolgt zweckgebunden zur wissenschaftlichen Nachwuchsförderung, wissenschaftlichen Forschung sowie für die Lehre und vergleichbarer Anwendungen.
Der vom ZEFIR angebotene Scientific Use File (SUF) ist ein Auszug aus dem Wegweiser Kommune der Bertelsmann-Stiftung mit den Jahrgängen 2009 bis 2014. Der Wegweiser Kommune – dessen aktualisierte Ausgabe am 16. März 2017 frisch erschienen ist – bildet mehr als 89% der Bevölkerung Deutschlands ab (www.wegweiser-kommune.de). In den Kategorien „Demographie“, „Soziale Lage“, „Integration“, „Bildung“, „Pflege“ sowie „Wirtschaft und Arbeit“ können Nutzer themenbezogene Zeitreihen erstellen und Jahreswerte miteinander vergleichen. Durch die kontinuierliche Pflege und Weiterentwicklung ausgewählter statistischer Eckwerte entsteht so ein kleinräumiger Informationsstandard für alle Gemeinden mit mehr als 5.000 EinwohnerInnen.
Was ist neu in der aktuellen Ausgabe des SUF?

  • Aufgrund gravierender Änderungen der Bundesagentur für Arbeit an den SGB II Daten im April 2016 wurden alle auf dem SGB-II beruhenden Indikatoren rückwirkend bis zum Jahr 2009 revidiert.
  • Zudem wurde für die Länder Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt die Verbandsgemeindeebene eingeführt.

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Wie geht’s Dir? Umfeld, Wohlbefinden und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in Herne

Dieses Projekt untersucht Einflüsse sozialer Kontexte auf das persönliche Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen. Im Fokus steht die dauerhafte Umwelt der Kinder, vor allem die Bedingungen der sozialen Kontexte Familie, Schule und Quartier. Der Kern des Forschungsinteresses liegt auf den Bedingungen des sozialen Umfeldes der jungen Menschen, die förderlich für ihr Wohlbefinden und ihre persönliche Entwicklung sind – jenseits ihrer schulischen Lernerfolge.

Allgemein wird gefragt:
Wie ist die Sicht der Kinder auf ihre Wohn- und Lernorte? Wie geht es ihnen? Und was trägt zum Wohlbefinden der Kinder bei? Das Projekt wird gemeinsam mit der Partnerkommune Herne durchgeführt und finanziell vom Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW) gefördert.

Projektleitung: Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier / Prof. Dr. Sören Petermann
Ansprechperson: Prof. Dr. Sören Petermann
Email: StudieHerne@rub.de
Telefon: 0234/32-27511

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ZEFIR-Informationen 1/2016 erschienen!

Heute (22.11.2016) ist die erste Ausgabe der ZEFIR-Informationen" erschienen bzw. versandt worden.
Sie sollen Ihnen in Zukunft knapp zusammengefasst die wichtigsten Neuerungen rund um das Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum liefern: neue Projekte, Forschungsergebnisse, Veröffentlichungen, Veranstaltungen und weitere Meldungen aus dem LOTA 38.
Für ein Abo per Mail reicht eine kurze Nachricht an zefir@rub.de.

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Prof. Bogumil gehört zu den einflussreichsten Verwaltungsforschern in Deutschland

Eine kürzlich von Michael Bauer und Stefan Becker (Verwaltungsuniversität Speyer) durchgeführte Reputationsstudie kommt zu dem Ergebnis, dass Prof. Bogumil zu den einflussreichsten Verwaltungsforschern in Deutschland gehört. Befragt wurden Wissenschaftler*Innen unterschiedlicher Disziplinen sowie Praktiker aus Kommunen und Ministerien.
Weitere Infos zur Studie und zur Person finden Sie unter diesem Link.

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Dissertationsveröffentlichung: Marc Neu (2017): SGB II-Grundsicherung und soziale Inklusion. Eine empirisch-soziologische Bestandsaufnahme, Wiesbaden: VS-Verlag.

Dr. Marc Neu, ehemaliger Mitarbeiter im ZEFIR, hat seine im Institut entstandene Dissertation veröffentlicht.
In dieser Arbeit untersucht er das sozialstaatliche Instrument der im SGB II geregelten
Grundsicherung für Arbeitsuchende in Hinblick auf soziale Exklusion und Inklusion. Im
Ergebnis wird deutlich, dass die SGB II-Leistungen im Sinne des „Förderns und Forderns“
in der Regel weder finanziell ausreichend sind, um soziale Teilhabe zu sichern, noch kann
die eigentliche Zielsetzung der Hartz IV-Reform, die Arbeitsmarktpartizipation nachhaltig
zu gewährleisten, in ausreichendem Maße sichergestellt werden. Auch unter regional
unterschiedlichen Rahmenbedingungen belegen die empirischen Befunde verfestigte
Strukturen in den SGB II-Leistungsbezugsverläufen.

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"Ausgebootet" am 14.9.16 in Bochum: Viel erreicht - wenig gewonnen? Zur Zukunft des Ruhrgebiets

Das Literaturbüro Ruhr e.V. präsentiert im Rahmen der Reihe „Ausgebootet. Macht & Subversion in der Literatur“:

‚Viel erreicht – wenig gewonnen‘? – Zur Zukunft des Ruhrgebiets Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier & Dr. David H. Gehne In Kooperation mit dem Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) der Ruhr-Universität Bochum.

Mittwoch, 14. September 2016, 20 Uhr
Haus der Geschichte des Ruhrgebiets
Clemensstr. 17-19, 44789 Bochum

Eintritt: 5 € (Vorverkauf und Abendkasse) Karten unter 0 20 43.99 26 44 (Literaturbüro Ruhr) oder unter verena.geiger@stadt-gladbeck.de.

Über das Thema „Ausgebootet“ lässt sich nicht reden, ohne über die eigene Region nachzudenken. Im Klartext Verlag erschien 2012 von Bogumil/Heinze/Lehner/Strohmeier ‚Viel erreicht – wenig gewonnen. Ein realistischer Blick auf das Ruhrgebiet‘. Wie sähe 2016 solch ein Blick aus – angesichts der ‚Flüchtlingskrise‘, der Zuwanderung und Fremdenfeindlichkeit, der Verschuldung, dem Ab- und Rückbau kommunaler Einrichtungen, der kumulativen Effekte von Armut?

Immer wichtiger werden Ideen, deren Umsetzung das Zusammenleben aller an der Ruhr verbessern könnte. Es geht um die Förderung ortsbezogener Initiativen für Wissen und Bildung (wider die Kultur der Arbeitslosigkeit), um neue Formate der Bürgerbeteiligung, um funktionale Differenzierung zwischen den Städten, um interkommunale Zusammenarbeit. Denn: Welche Menschen sollen zukünftig die Stadtgesellschaft tragen und fördern?

Das Gesamtprogramm der Reihe finden Sie unter ausgebootet.eu und unter literaturbuero-ruhr.de.


Dr. David Gehne (ZEFIR) zur Mobilisierung von Nichtwählern

Im Interview mit FR-Online geht Dr. Gehne (Forschungskoordinator des ZEFIR) auf Fragen der Nichtwählermobilisierung bei den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und die Herausforderungen an die etablierten Parteien ein.

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NRW-Sozialbericht 2016 veröffentlicht

Der aktuelle “Sozialbericht NRW 2016 – Armuts und Reichtumsbericht” ist am 28. Juni 2016 vorgestellt und veröffentlicht worden.

Das wissenschaftliche Vertiefungsthema wurde am Lehrstuhl für sozialwissenschaftliche Datenanalyse von Prof. Dr. Jörg-Peter Schräpler (ZEFIR), Sebastian Jeworutzki (ZEFIR) und Stefan Schweers bearbeitet.

Unter der Überschrift “Soziale Segregation” wird hier zum ersten Mal flächendeckend für NRW auf kleinräumiger Ebene (fünfhundert Haushalte) die räumliche Verteilung von Armut analysiert.

Untersucht wurde, wie sich Personen mit Bezug von SGB-II-Leistungen innerhalb der Gemeinden in NRW verteilen und wie sich dies über die Zeit hinweg entwickelt hat. Zudem wurden Kontextfaktoren identifiziert, die mit den unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Gemeinden zusammenhängen. Den lokalen Wohnungsmärkten wurde besonderes Augenmerk geschenkt. Im letzten Teil der Untersuchung wurden die Gemeinden und Gemeindeteile anhand demografischer und ökonomischer Eigenschaften zu Gemeinde- bzw. Teilraumtypen zusammengefasst, um das unterschiedliche Ausmaß und die Entwicklung von sozialer Segregation zusammen mit weiteren gemeindespezifischen Merkmalen zu betrachten.
Im Kapitel VI wird das Vertiefungsthema durch kommunale Beiträge (Bielefeld, Dinslaken Dortmund, Mülheim an der Ruhr und Viersen) flankiert.
Den kompletten Bericht finden Sie hier:

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Fachtagung des ZEFIR zu Familienbüros mit Familienministerin Kampmann

Am Montag, dem 2. Mai 2016 findet im Mercure Hotel Bochum City eine Fachtagung zum Thema „Familienbüros – wirksames Instrument der lokalen Familienpolitik?“ statt. Die Fachtagung wird von Familienministerin Christina Kampmann eröffnet. Nach der Vorstellung von aktuellen Forschungsergebnissen berichten PraktikerInnen von ihrer Arbeit in den Familienbüros. Zudem bieten Meeting Points und Fachforen allen Teilnehmenden die Gelegenheit, sich zum Thema „Familienbüros“ auszutauschen.
Die Veranstaltung wird im Rahmen des ZEFIR-Projektes „Präventive Familienpolitik - Ressourcenstärkung für Familien“ durchgeführt, das vom nordrhein-westfälischen Familienministerium und vom Europäischen Sozialfonds gefördert wird.
Das Einladungsschreiben finden Sie hier.

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ZEFIR ist Mitorganisator der internationalen Konferenz „Moving Cities: Contested Views on Urban Life“ von 29.06.2016 bis 01.07.2016 in Krakau

Mit Unterstützung des ZEFIR findet im kommenden Jahr vom 29. Juni bis 01. Juli die Midterm Conference des Research Network 37 – Urban Sociology der European Sociological Assiciation an der Jagiellonian University im polnischen Krakau statt.

Als Keynote Speaker haben Saskia Sassen (Columbi University in the City of New York, USA), Talja Blokland (HU Berlin, Germany), Ayo Mansaray (University of East London, UK) und Jacek Gądecki (University of Science and Technology in Krakow, Poland) zugesagt.

Der Call for Paper läuft noch bis zum 15.12.2015. Ihr Ansprechpartner im ZEFIR ist Sebastian Kurtenbach .

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Altersarmut in Deutschland - regionale Verteilung und Erklärungsansätze

Bertelsmann Stiftung veröffentlicht Ergebnisse einer ZEFIR-Studie

Die Studie "Altersarmut in Deutschland – Regionale Verteilung und Erklärungsansätze" wurde vom ZEFIR in Kooperation mit IT.NRW für die Bertelsmann Stiftung durchgeführt. Autoren sind Prof. Dr. Jörg-Peter Schräpler, stellv. Geschäftsführender Leiter ZEFIR, Dr. habil. Wolfgang Seifert (IT.NRW) und Holger Mann (ZEFIR). Die Auswertung basiert auf den Daten des „Wegweiser Kommune“ und des Mikrozensus 2013.


Das Armutsrisiko im Alter steigt regional unterschiedlich.
In welchen Bundesländern ältere Menschen besonders armutsgefährdet sind zeigt diese Studie. Sie benennt zudem soziale Gruppen, denen im Alter am ehesten Armut droht.
Eine erste Publikation der Bertelsmann Stiftung finden Sie hier:

12.10.2015

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NRW Opfer der Einheit?

Der Politikwissenschaftler Dr. David H. Gehne (ZEFIR-Forschungskoordinator) verneint dies; der wirtschaftliche Strukturwandel habe eigene Ursachen. Er plädiert gleichzeitig für eine andere Form der Strukturpolitik und weist auf Chancen der Flüchtlingszuwanderung für NRW hin.

21.09.2015

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"Fiege, VfL und Grönemeyer"

Früher hat Arbeit die Menschen im Ruhrpott verbunden. Heute stiften nur noch Bier und Fußball Identifikation. Der Ruhrgebietsforscher Dr. David H. Gehne zum Strukturwandel in Bochum nach Opel: Wann kommt die "Jetzt-Aber-Phase"?


Dieses Interview ist Bestandteil der Webreportage "Tief im Westen" über Bochum auf "faz.net"

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(ZEFIR-) Wissenschaftler fordern Kita-Ausbau statt Betreuungsgeld

Als Reaktion auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes wenden sich 24 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen an die Politik und plädieren für eine Abschaffung des Betreuungsgeldes.


"Wir plädieren deshalb dafür, die erheblichen finanziellen Mittel, die Jahr für Jahr für das Betreuungsgeld ausgegeben werden, in die Verbesserung der Qualität der öffentlichen Bildungs- und Betreuungsinstitutionen und die Intensivierung ihrer Elternarbeit zu investieren.“


Unterzeichnet haben diesen Appell auch RUB-Wissenschaftler: neben Prof. Dr. Axel Schölmerich, Entwicklungspsychologe und designierter Rektor die ZEFIR-Mitglieder Prof. Dr. Notburga Ott, Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier und Prof. Dr. Martin Werding (alle Sowi-Fakultät). (22.07.2015)


07/2015: El-Mafaalani/Kurtenbach/Strohmeier (Hrsg.): "Auf die Adresse kommt es an."

Die Herausgeber dieses Sammelbandes (Aladin El-Mafaalani, Sebastian Kurtenbach, Peter Strohmeier) präsentieren eine Fülle von Beiträgen, die sich dem Thema Segregation aus unterschiedlichen (disziplinären) Blickwinkeln nähern und zum Teil überraschende Thesen präsentieren.


"Jede Leserin und jeder Leser ist unabhängig von diesem Duktus eingela-
den, einen eigenen Zugang zur Thematik zu finden, da die Beiträge natür-
lich auch unabhängig voneinander gelesen werden können. Gemeinsam ist
allen, dass sie nicht von vornherein armutsgeprägte und ethnisch segregierte
Gebiete als Problemzonen stigmatisieren, sondern sich bemühen, differen-
zierte und mehrperspektivische Analysen vorzunehmen. In diesem Sinne:
segregierte Gebiete als Problem- und Möglichkeitsräume begreifen."


(22.07.2015)

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Vortrag: Die Auswirkungen von Armut in der Kindheit

von Dr. David H. Gehne (ZEFIR)

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe ‚Hörsaal City‘ der Ruhr-Universität Bochum wird Dr. David H. Gehne (Zentrum für Interdisziplinäre Regionalforschung ) am Dienstag, den 05. Mai 2015 um 20:00 zum Thema ‚ Die Auswirkungen von Armut in der Kindheit‘ sprechen.

Während bundesweit jedes sechste Kind (17,1%) unter drei Jahren in Armut aufwächst, gilt dies in NRW für jedes fünfte Kind (20,7%). Für über die Hälfte der armen Kinder, ist Armut keine Episode in ihrem Leben, sondern ein anhaltender Normal- und Dauerzustand. Die Mikrodatenanalyse der Schuleingangsuntersuchung und von SGB II-Daten zeigt, dass Kinderarmut ein nachweisbares Risiko für die Entwicklung von Kindern ist. Arme Kinder sind bei der Einschulung häufiger auffällig in ihrer Visuomotorik und der Körperkoordination, sie können sich schlechter konzentrieren, sprechen schlechter Deutsch und können schlechter zählen als Kinder, die keine Leistungen nach dem SGB-II beziehen. Neben der individuellen Armutslage eines Kindes beeinträchtigt auch die Armutskonzentration im Quartier und vor allem in der Kita, die Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern. Aber es gibt Ansatzpunkte für Prävention: Neben der Kita - Stichworte Beiträge, Information der Eltern zum frühen Eintritt und soziale Mischung - können auch Sportangebote günstig auf die Entwicklungschancen von Kindern wirken.

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Prof. Bogumil stellt Gutachten zum Thema "Weiterentwicklung des Zweckverbandes Großraum Braunschweig und der Region" vor

Am 17.03.2015 haben Prof. Dr. Jörg Bogumil, Geschäftsführender Leiter des ZEFIR und Marc Seuberlich M. A. ihr Gutachten in Braunschweig vorgestellt.
Wie kann der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) – wie kann die Region gestärkt werden? Hierzu liefert das Gutachten Beispiele und Empfehlungen, die jetzt in die regionale Diskussion gehen. Zu diesen Vorchlägen gehört u. a. auch eine kommunale Neuordung. Weitere Infos/Links finden Sie auf der Seite des Lehrstuhls .

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"Von der Kohle zu den Köpfen" Dr. David H. Gehne (ZEFIR) zum „Wir-Gefühl im Ruhrgebiet“

In einem Interview mit der WAZ zeigt sich der Forschungskoordinator des ZEFIR wenig überrascht von den Ergebnissen der aktuellen FORSA-Studie im Auftrag der ‘Global Young Faculty’ , einem Netzwerk der ‚Stiftung Mercator‘ und der ‚Universitätsallianz Ruhr‘.
Gehne: „(…) „Die Region hat sich von der Kohle zu den Köpfen entwickelt. Das heißt: Man setzt nicht nur darauf, dass sich wieder Industrie ansiedelt. Stattdessen investiert man in Bildung, und davon profitieren viele jüngere Menschen. (…)
In der Vergangenheit hat die Arbeit auf Zeche und im Stahlwerk das Lebensgefühl geprägt. Und das Zusammengehörigkeitsgefühl gibt es heute noch, auch wenn fast alle Zechen mittlerweile geschlossen sind. Es gibt aber auch neue Identitätsangebote. (…) Viele Menschen sind heute stolz darauf, wie im Ruhrgebiet Vielfalt gelebt wird."
11.02.2015

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Prof. Dr. Peter Strohmeier in „Familien-Enquete-Kommission“ berufen

Der Landtag hat am 5. 12. 2014 einstimmig die Einrichtung einer Enquetekommission „Zukunft der Familienpolitik in Nordrhein-Westfalen“ beschlossen. Die Landtagspräsidentin Carina Gödecke hat nun Prof. Dr. Peter Strohmeier als sachverständiges Mitglied in diese Kommission berufen.


Prof. Strohmeier, bis 2014 Geschäftsführender Leiter des ZEFIR und Inhaber des Lehrstuhles für „Soziologie / Stadt und Region, Familie“ in der Fakultät für Sozialwissenschaft, ist noch heute als Seniorprofessor im Forschungsbereich Familie aktiv. Er leitet die wissenschaftliche Begleitforschung des Landesprogrammes Kein Kind zurücklassen“, die das ZEFIR gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung und weiteren Kooperationspartnern verantwortet.

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Europa zieht nicht: Steigende Wahlbeteiligung in NRW Effekt der Koppelung mit den Kommunalwahlen. ZEFIR-Forscher analysiert Daten von 2009

Wegen der Terminkopplung mit den Kommunalwahlen wird die Beteiligung an den Europawahlen in NRW dieses Jahr steigen. Das prognostiziert Dr. David H. Gehne vom Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) der Ruhr-Universität Bochum. Der RUB-Forscher wertete Daten der Europawahl 2009 auf der Ebene der kreisfreien Städte und Kreise in Deutschland aus. Dabei stellte er auch fest, dass ein Zusammenhang zwischen Wahlbeteiligung und Armut besteht: Je ärmer die Bevölkerung einer Stadt, desto geringer ist dort die Wahlbeteiligung.
(14.05.2014)

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Soziale Grundschulindices aktualisiert – Verfahren der Wohnumfeldprofilierung entwickelt

Im Auftrage der Stadt Mülheim an der Ruhr wurden die 2011 vom ZEFIR erstellten sozialen Grundschulindices aktualisiert. Die ausgeprägten Schulunterschiede hinsichtlich sozialer Herkunft, frühkindlicher Förderung und kindlichen Bildungsressourcen konnten bestätigt werden. Gleichzeitig wurde mit der Wohnumfeldprofilierung ein neuartiges Verfahren zur sozialen Schulprofilierung entwickelt, das mit einem geringem Arbeitsaufwand sehr zuverlässige Ergebnisse liefert.

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Soziale und gesundheitliche Ungleichheit in Nordrhein-Westfalen – Im Quartier ansetzen - bessere Integration der Gesundheits-, Sozial- und Bildungspolitik

Zwischen den Regionen Nordrhein-Westfalens gibt es starke Unterschiede im Hinblick auf die soziale, demografische und gesundheitliche Lage. Wo das Einkommen relativ hoch ist, wo viele Einwohner mit höherem Bildungsabschluss leben und wo die Familienprägung stärker ist, gibt es weniger Krankheitsfälle als in den von Strukturwandel besonders stark betroffenen Städten des nördlichen Ruhrgebiets. Das zeigt eine aktuelle Studie, die gemeinsam von den Sozialwissenschaftler Elke Dahlbeck (IAT) und Marc Neu (ZEFIR der Ruhr-Universität Bochum) erstellt wurde.

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Mehr als jedes vierte Kind im Ruhrgebiet ist arm.
Abkoppelung vom Trend sinkender sinkender SGBII-Quoten in Deutschland?

Zu viele Kinder im Ruhrgebiet wachsen in Armutsverhältnissen auf. Dies zeigen aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit auf Kreisebene vom 30.6.2013. Die Kinderarmutsquote (SGB-II-Quote) der unter 3-Jährigen ist mit 27,9% fast doppelt so groß wie die SGB-II-Quote insgesamt. Mehr als jedes vierte Kind unter drei Jahren wächst im Ruhrgebiet unter Bedingungen materieller Armut auf.

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Wegweiser Kommune weiter mit ZEFIR

Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung bis 2016: Neue Leitung und Bereitstellung von Daten für Forschung und Lehre

ZEFIR wird die enge und stetige Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung für weitere drei Jahre fortsetzen. Damit leistet das ZEFIR mit der Aktualisierung und Weiterentwicklung des bundesweiten Informationsportals Wegweiser Kommune einen maßgeblichen Beitrag zum aktiven Transfer der Wissenschaft in die Praxis. Neuer Leiter des Projektes ist Prof Dr. Jörg Peter Schräpler (Fakultät für Sozialwissenschaft).
Der Wegweiser Kommune beinhaltet für alle Kommunen in Deutschland mit mehr als 5.000 Einwohnern Daten, Bevölkerungsprognosen und konkrete Handlungskonzepte für die kommunale Praxis. Für 2.953 Städte und Gemeinden, in denen mehr als 86% der Bevölkerung Deutschlands leben, und 295 Landkreisen ermöglicht der Wegweiser Kommune so einen Blick auf die Entwicklung in den Politikfeldern Demographischer Wandel, Finanzen, Wirtschaft und Arbeit, Bildung, Soziale Lage und Integration. Der Wegweiser Kommune ist über das Internet frei zugänglich zu erreichen und richtet sich an kommunale Akteure und interessierte Bürger. Aus dem Datenbestand wird ab 2014 ein Datensatz für Forschung und Lehre entwickelt (Scientific Use File) und ab dem Sommer 2014 interessierten Forschern zur Verfügung gestellt.
ZEFIR aktualisiert jährlich die Daten eines großen Teils der ca. 300 Indikatoren, entwickelt neue Indikatoren und steuert inhaltliche Beiträge für die Internetseite des Wegweisers und für Publikationen der Stiftung bei. Die Weiterführung bestätigt das ZEFIR darin, dass Wissenschaft und Praxis in einem für beide Seiten produktiven Austauschverhältnis stehen. (07.02.2014)

Kontakt:
Roland Scheebaum:roland.scheebaum@rub.de

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FH Dortmund/ZEFIR laden ein zur FACHTAGUNG am 28.02.2014: "Global Social Work - Regionale und lokale Herausforderung der Armutszuwanderung aus Südosteuropa"

In der Geschichte des Ruhrgebiets ist Zuwanderung eine wichtige Größe, die das gesellschaftliche Zusammenleben mitgestaltet. Mit der Südost-Erweiterung der EU durch Beitritt von Rumänien und Bulgarien im Jahr 2007 führte das Wohlstandsgefälle zur sogenannten Armutsmigration, auch nach Deutschland. Im Ankunftsort konzentrieren sich die ArmutszuwandererInnen in wenigen Stadtteilen, wie beispielsweise Duisburg-Hochfeld oder der Dortmunder Nordstadt, die ihrerseits bereits als ethnisch und sozial segregierte Stadtteile mit einer Vielzahl von sozialen Problemen überfordert sind.
Die neue migrationsbedingte Armutskonzentration stellt die Kommunen, die örtlichen Hilfeangebote und Nachbarschaften vor erhebliche Herausforderungen. Der regionale Austausch zur aktuellen Zuwanderung aus Südosteuropa ist rar und kaum strukturiert.
An dieser Stelle wollen wir mit dieser Fachtagung ansetzen. Sie soll Raum für den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Praxis schaffen und durch Auseinandersetzung mit dem Thema Armutszuwanderung neue Impulse auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen geben.

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22.01.2014: Publikation für Peter Strohmeier erschienen!

Heute ist im Verlag Budrich UniPress das Buch "Lebenschancen vor Ort.
Familie und Familienpolitik im Kontext." erschienen.
Mit diesem Sammelband haben ZEFIR-Weggefährten versucht, Autoren dafür zu gewinnen, Ansätze Peter Strohmeiers aufzugreifen und weiter zu entwickeln. Es stellt gleichzeitig das Abschiedsgeschenk des ZEFIR an seinen langjährigen Geschäftsführenden Leiter dar.

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Heute ist im Verlag Budrich UniPress das Buch "Lebenschancen vor Ort. Familie und Familienpolitik im Kontext." erschienen. Mit diesem Sammelband haben ZEFIR-Weggefährten versucht, Autoren dafür zu gewinnen, Ansätze Peter Strohmeiers aufzugreifen und weiter zu entwickeln. Es stellt gleichzeitig das Abschiedsgeschenk des ZEFIR an seinen langjährigen Geschäftsführenden Leiter dar.

Am 16. Januar wird, nach einer Würdigung durch den Rektor der RUB, Prof. Dr. Elmar Weiler, im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung "Kommunen beugen vor" das aktuelle ZEFIR im Fokus stehen. (Es führt, gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung, z. Zt. die Evaluation des NRW-Modellprojektes „Kein Kind zurück lassen“ durch.). An dieser Veranstaltung nehmen mit jeweils einleitenden Beiträgen teil: Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen; Dr. Kirsten Witte, Bertelsmann Stiftung, Frank Baranowski, Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen und Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier, Geschäftsführender Leiter des ZEFIR.
Während der Feier wird außerdem Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier verabschiedet, der seit 1997 Geschäftsführender Leiter des ZEFIR ist.
Weitere Infos demnächst hier!


Sebastian Kurtenbach im WDR 5 Tagesgespräch

Sebastian Kurtenbach war am 3. Januar 2014 als Experte zu Gast im Radio-Tagesgespräch im WDR 5. Anlässlich der vollen EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit für Rumänen und Bulgaren gibt es eine, zum Teil hitzige, politische Debatte über eine mutmaßliche Einwanderung in die deutschen Sozialsysteme und überforderte Nachbarschaften in ohnehin segregierten Gebieten.
Sebastian Kurtenbach diskutierte mit Telefonanrufern und dem Moderator während der gut 40 minütigen Radio-Livesendung über diese und weitere Themen, die mi mit der Armutszuwanderung aus Südosteuropa zusammenhängen.
Kurtenbach hat im Dezember 2013 in der Reihe ZEFIR-Forschungsberichte (s. u. Bd. 3) eine Studie zum Thema Neuzuwanderer in städtischen Ankunftsgebieten veröffentlicht.Nachzuhören ist die Sendung unter „weiterlesen“:

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ZEFIR auf Zollverein: Workshop im Rahmen des Folkwang Labs „Sentimentale Urbanität“

Dr. David H. Gehne und Sebastian Kurtenbach waren am 15.10.13 zu Gast im Sanaa-Gebäude auf Zollverein, um zusammen mit Studierenden der ‚Folkwang Universität der Künste‘ ein Workshop zu den Themen Strukturwandel und Segregation in der Metropole Ruhr durchzuführen. Das Folkwang Lab ist eine besondere Lehrveranstaltung der Essener Universität der Künste, in deren Rahmen Studierende für einige Tage bei Essener Familien nördlich und südlich des „Sozialäquators“ zu Gast sein werden, um deren „sentimantaler Urbanität“ auf die Spur zu kommen: was sind geliebte Orte, Objekte und Phantasien? Anschließend wird es Aufgabe der Studierenden sein, die zuvor herausgefundenen, sentimental besetzten Orte, Objekte und Erinnerungen gestalterisch zu inszenieren und für eine breite Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Weitere Projektpartner des Labs sind die Stiftung Zollverein, die Universität Duisburg-Essen und die TU Dortmund.

Sanaa-Gebäude Standort Gestaltung auf dem Welterbe Zollverein
© Heike Kandalowski | Folkwang Universität der Künste

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Zertifizierung der diesjährigen Absolventinnen des Kurses „Kommunales Management für Familien“

Viel einschlägiges Wissen und wichtiges Handwerkszeug haben sie im Rahmen der einjährigen berufsbegleitenden Weiterbildung „Kommunales Management für Familien“ erworben. Bereits zum achten Mal hat das Informations- und Qualifizierungszentrum für Kommunen (IQZ) des ZEFIR im Auftrag des nordrhein-westfälischen Familienministeriums diese Maßnahme angeboten. Landesweit engagieren sich mittlerweile bereits über 130 Absolventinen und Absolventen. Im Rahmen der jetzt abgeschlossenen Weiterbildung vergrößerte sich dieses professionelle Netzwerk um zehn neue Mitstreiterinnen. Die Zertifikate an die Absolventinnen wurden von Staatssekretär Bernd Neuendorf und Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier (Leiter des ZEFIR) feierlich in den Räumlichkeiten des Ministeriums überreicht.
(10.06.2013 / Foto: Andre Gartska))

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Prof. Strohmeier begleitet NRW-Ministerpräsidentin Kraft auf Nordamerikareise

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft reist vom 26. Mai bis 2. Juni 2013 nach Kanada und in die USA. Auf dem Programm stehen unter anderem Stationen in Vancouver, Edmonton, Calgary und San Francisco. Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier, ZEFIR, ist einer der sie begleitenden Wissenschaftler.
(Foto: Staatskanzlei NRW)

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Augsburger Wissenschaftspreis für interkulturelle Studien 2013 an Aladin El-Mafaalani

Für seine Dissertation zum Thema „BildungsaufsteigerInnen aus benachteiligten Milieus“ wird der Sozial- und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani als Hauptpreisträger mit dem Augsburger Wissenschaftspreis 2013 für interkulturelle Studien ausgezeichnet. Diese Dissertation bei Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier entstand im Forschungszusammenhang des ZEFIR.
Seit Januar 2013 ist Dr. El-Mafaalani Professor für Politikwissenschaft an der FH Münster.
Wir gratulieren!

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Metropolenzeichen: Visuelle Mehrsprachigkeit in der Metropole Ruhr

ZEFIR erfolgreich in der fünften Antragsrunde der MERCUR-Förderung

Das Projekt „Metropolenzeichen“ greift einen innovativen Zugang zum Thema „Mehrsprachigkeit“ auf und behandelt die Präsenz sichtbarer (= visueller) Mehrsprachigkeit im öffentlichen Raum der Metropole Ruhr als bundesweit wichtigster Metropole für Arbeitsmigration.

Visuelle Mehrsprachigkeit zeigt sich auf Informations-, Hinweis-, Geschäfts- und Straßenschildern. Sie steht in engem Zusammenhang mit Migration, Kultur- und Konsumtourismus sowie auch mit Regionalisierungstendenzen, d.h. der Inanspruchnahme kleinräumigerer kultureller Identifikationssymbole. In einem interdisziplinären und multiperspektivischen Zugriff werden stadtsoziologische, sprachwissenschaftliche, integrationstheoretische und sprachsoziologische Aspekte behandelt, d.h. die städteräumliche Verteilung, formale Ausgestaltung, funktionale Bedeutung und gesellschaftliche Bewertung visueller Mehrsprachigkeit untersucht.
Ziel des Projektes ist es, die zunehmende Plurilingualisierung der Metropole Ruhr als Profilmerkmal zu bestimmen und zu untersuchen, inwieweit visuelle Mehrsprachigkeit Akte der Identität, Alterität und Multikulturalität, Zugehörigkeit und Beheimatung sowie gesellschaftlichen Anerkennung zu erkennen gibt, um Potenziale und Bedarfe zu ermitteln.


Die Untersuchung ist als Querschnittstudie für die Städte Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund geplant. Das Projekt wird in Kooperation mit Prof. Dr. Evelyn Ziegler, Prof. Dr. Heinz Eickmanns, Prof. Dr. Ulrich Schmitz (Institut für Germanistik, Universität Duisburg/Essen) und Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan (Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung) durchgeführt und hat eine Laufzeit von drei Jahren.
ZEFIR-Ansprechpartner: Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier, Dr. David H. Gehne

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Familienpolitik braucht kommunale Nähe

Über die Rolle von Familien im kommunalen Kontext sprach Dr. Angelika Engelbert auf dem Familienkongress der Räte im Bistum Essen. "Familien haben für unsere Kommunen eine hohe Bedeutung", unterstrich die Privatdozentin am Samstag im Mariengymnasium in Essen-Werden. "Familien und ihre Leistungen sind in ökonomischer, politischer und sozialer Hinsicht für Kommunen wertvoll". Doch gerade die Leistungen, die eine Familie für ihr eigenes Gelingen erbringen müsse, führten dazu, dass zunehmend externe Unterstützungen nötig seien. [...]
(Text: Jens Albers; Foto: Volker Wiciok / Bistum Essen)

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"Bürgermeister-Buch" erschienen

Soeben erschienen:


David H. Gehne
Bürgermeister – Führungskraft zwischen Bürgerschaft, Rat und Verwaltung. Stuttgart 2012

Das Buch wurde im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung NRW verfasst. Die Landeszentralen in Hessen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern haben es ebenfalls in ihre Verzeichnisse übernommen.
Dr. David Gehne ist Forschungskoordinator des ZEFIR.


DGS-Kongress: ZEFIR-Exkursion in die Dortmunder Nordstadt

"Vielfalt und Zusammenhalt": Im Rahmen des Exkursionsprogrammes 36. Kongresses der Dt. Gesellschaft für Soziologie hat das ZEFIR unter dem Titel "Relegationszone oder Integrationsschleuse? Die Dortmunder Nordstadt im Strukturwandel" eine Exkursion mit wiss. Begleitprogramm durchgeführt. Beteiligt waren u. a. Prof. Dr. Reiner Staubach (Hochschule OWL, Planerladen e.V.), Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier (ZEFIR), Dr. Banu Citlak (FH Dortmund), Dr. Mario Paul (RUB) und Christian Leye M. A. (Jugendforum Nordstadt).

(Foto: Tobias Schündelen / Diskussion im "Treffpunkt Stollenpark")

Berichterstattung in der WAZ (unter "weiterlesen"):

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"Bitte kein Griechenland-Flair". Die Solidarpaktdebatte und das Image des Ruhrgebietes"

Prof. Dr. Jörg Bogumil, stellv. Geschäftsführender Leiter des ZEFIR, im Interview mit der Recklinghäuser Zeitung vom 23.03.2012 (RZ 70, 23.03.2012, S.13)
(Die PDF wurde von der Recklinghäuser Zeitung/Herrn Geling für den Abdruck freigegeben.)  

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